Geschichte des TWH
Anfänge — Ein biologisches Experiment
Im Jahr 1955 initiierte Ingenieur Karel Hartl ein biologisches Experiment, bei dem eurasische Wölfe mit Deutschen Schäferhunden gekreuzt wurden. Die erste Generation der Nachkommen wurde am 26. Mai 1958 aus einer Wölfin namens Brita und dem Deutschen Schäferhund Cézar geboren.
Ziel des Projekts war es, das wolfähnliche Erscheinungsbild und die Gesundheit zu erhalten und gleichzeitig arbeitsfähige Temperamenteigenschaften zu schaffen. In den folgenden Generationen sank der Wolfsanteil — in der vierten Generation betrug er bereits nur noch 6,25 %.
Ausbildung und Fähigkeiten
Die frühen Generationen erwiesen sich als schwer trainierbar. Individuen der zweiten Generation, die frühzeitig getrennt und individuell erzogen wurden, wurden jedoch vollständig trainierbar. Die dritte und vierte Generation konnte reguläre Trainingskurse absolvieren.
Im Vergleich zu gewöhnlichen Hunden zeigten diese Hunde deutlich bessere Orientierungsfähigkeiten, Nachtsicht, Gehör und Geruchssinn. Bei Ausdauertests absolvierten sie 100-km-Strecken mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11–13 km/h ohne Erschöpfung.
Anerkennung der Rasse
Die Rasse wurde 1982 offiziell von den tschechoslowakischen Zuchtbehörden anerkannt. Der FCI-Standard wurde am 13. Juni 1989 in Helsinki unter der Nummer 332 genehmigt. Im Jahr 1999 wurde die Anerkennung auf der FCI-Generalversammlung in Mexiko als dauerhaft bestätigt.
Derzeit befinden sich die größten Populationen in Italien (etwa 400 Welpen jährlich), während die tschechischen Populationen 120–180 Welpen jährlich umfassen.